Die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen fördern das Forschungsprojekt HistoVeaR. Es verbindet Digitalisierung, KI und 3D-Simulation zu einem Toolset, das historische Kleidung als „digitale Zwillinge“ rekonstruiert und in Virtual Reality erlebbar macht. So wird sichtbar, wie Stoffe fallen, sich bewegen und welche Eigenschaften historische Materialien hatten. Unter Koordination von World of VR entwickeln wir HistoVeaR gemeinsam mit dem Cologne Game Lab & der Computer Graphics Group an der TH Köln, sowie der Universität Paderborn.

Ergebnis eines ersten Test-Scans. Biedermeierkleid, ca 1830er Jahre, bereitgestellt vom LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford.

UNSERE ZIELSETZUNG

  • Digitaler Zwilling: Wir erfassen historische Kleidungsstücke präzise mit ihrem Schnitt, Material und physikalischem Verhalten und simulieren sie realistisch in Echtzeit.
  • Risikofreie Digitalisierung: HistoVeaR entwickelt Tools, die empfindliche Textilien sicher, effizient und ohne Risiko für die Originale digitalisieren.
  • Langfristige Anwendung: Das System ist flexibel erweiterbar und soll künftig in Museen, Filmen, der Spielbranche und Forschung eingesetzt werden, um historische Kleidung interaktiv darzustellen.

Die Besonderheiten

  • Material- und Stoffsimulation: HistoVeaR entwickelt ein Verfahren basierend auf Gaussian Splatting, das den Faltenwurf, die Steifigkeit, das Gewicht und das Lichtverhalten historischer Stoffe präzise erfasst, auch in Bewegung.
  • Kooperative Entwicklung: Experten aus Informatik, Kulturwissenschaft, 3D-Scanning und XR-Technologie entwickelten gemeinsam die App.  Wissenschaftliche Genauigkeit und technische Umsetzbarkeit verbinden sich zu einem innovativen Ergebnis.
  • Modulares Werkzeugset: Museen, Forschungsteams und Kreativschaffende erhalten ein erweiterbares System, mit dem sie große digitale Sammlung historischer Kleidung aufbauen können.

FAZIT

Durch die präzise Erstellung digitaler Zwillinge und die realistische Simulation von historischer Kleidung macht HistoVeaR diese nicht nur sichtbar, sondern wirklich erlebbar. Besucher können sehen, wie Stoffe fallen, sich bewegen und auf natürliche Weise auf Körperbewegungen reagieren. Mit den praxisnahen Tools für Museen, Forschung, Film und Games zielt das Projekt darauf ab, wissenschaftliche Genauigkeit mit technischer Umsetzbarkeit zu verbinden.

Mehr Infos zu HistoVeaR

Forschungsprojekt HistoVeaR - die Entwicklungs- und Forschungspartner

Entwicklungspartner TH Köln, Cologne Game Lab: Die TH Köln wurde 1971 gegründet und ist eine der größten Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland. Das Cologne Game Lab (CGL) geht auf eine Gründung  im Jahr 2010 zurück und ist seit 2013 als Institut der Fakultät für Kulturwissenschaften an der TH Köln verankert. Das CGL verfügt über umfassende Erfahrung in Kleidungssimulation, Animation und Parametrisierung digitaler Stoffe.

Mehr Infos zum Cologne Game Lab

Entwicklungspartner TH Köln – Computer Graphics Group: Die Computer Graphics Group ist eine Forschungsarbeitsgruppe am Institut für Medien- und Phototechnik der TH Köln. Die Computer Graphics Group bringt tiefgehendes Know-how in Simulationstechnologien, Materialerfassung und physikalisch basierter Animation mit. Sie verantwortete die Integration von Stoffparametern, die technische Simulation und den Aufbau der Algorithmen für realistische Echtzeiteffekte.

Mehr Infos zur Computer Graphics Group

Entwicklungspartner Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften: Die Universität Paderborn wurde 1972 gegründet. Das Fach Mode-Kleidung-Textil ist der größten ihrer Fakultäten, der Fakultät für Kulturwissenschaften zugeordnet und hat verschiedene Forschungsschwerpunkte. Die Professur ‚Kulturwissenschaft der Mode und des Textilen‘ liefert die historische und kulturwissenschaftliche Expertise zu Materialien, Schnittkonstruktion und Kleidungsverhalten. Sie untersucht originale Kleidungsstücke und schafft die kulturwissenschaftliche Grundlage für korrekte Rekonstuktionen.

Mehr Infos zum Fach Mode-Kleidung-Textil

Das Projekt HistoVeaR wird im Rahmen des Innovationswettbewerbs NEXT.IN.NRW gefördert, der Teil des EFRE/JTF-Programms NRW 2021‑2027 ist. Dieses Programm wird von der Europäischen Union (über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) und dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) getragen.

Abrufbar unter https://www.in.nrw/news/next-2024-11-25.

Die Europäische Union hat HistoVeaR kofinanziert.
Das MWIKE hat HistoVear kofinanziert.

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