Ein Mesh-Netzwerk verhindert "tote Stellen" in einem WLAN-Netzwerk. Sender sind so in einem Raum verteilt, dass sie ein Netz bilden. Dieses Netz stellt sicher, dass im gesamten Netzwerk eine gleichbleibend gute Verbindung zum Netzwerk besteht.

Bei einem gewöhnlichen WLAN-Netzwerk verteilt ein einzelnes Gerät, der Router, den Empfang im gesamten Wohn- oder Arbeitsraum. Das kann oft zu “toten Stellen” führen, an denen es keinen WLAN Empfang gibt, da der Router für den gesamten Wohnbereich zu schwach ist. Ein Mesh-Netzwerk schafft Abhilfe, weil es mittels diverser Zugangspunkte eingerichtet ist, die den kompletten Wohn- oder Arbeitsbereich abdecken. Mehrere verteilte Geräte erzeugen mehrere WLAN-Netze und fassen sie zu einem einzigen Netz zusammen – wie Maschen. Dieses sorgt für eine flächendeckend gleichbleibende Datenübertragungsrate.

Wie funktioniert das Mesh-Netzwerk?

Ein WLAN Router hat eine durchschnittliche Reichweite zwischen zehn und 20 Metern, wobei das Signal oft durch dicke Wände oder signalstörende Geräte wie Fußbodenheizung oder Babyphones schon deutlich früher abschwächen kann.

Zusätzlich zum normalen WLAN-Router wird ein ergänzendes Mesh-Gerät eingesetzt. Dies kann ein weiterer kompatibler Router sein, oder ein “Repeater”. Diese fangen das Signal auf und verstärken es an dem Punkt, wo sie angebracht sind, um das WLAN für den Rest des Wohnbereichs zu verstärken.

Repeater oder Access Point?

Wenn der WLAN Router an seine Grenzen kommt, wird oft ein Repeater als schnelle Lösung zwischengeschaltet. Bei Repeatern handelt es sich um Kopplungselemente, die Übertragungsstrecken in Netzwerken verlängern. Sie fungieren also wie ein eigener Hotspot, in den man sich separat einloggen muss. Das Problem bei Repeatern ist jedoch, dass sie für alle ein- und ausgehenden Daten denselben Kanal verwenden. Dadurch wird die Übertragungsgeschwindigkeit halbiert und die Netzwerkgeschwindigkeit verlangsamt. Das kann zu einer merkbaren Latenz führen.

Bei Access Points ist es etwas anders. Sie erhalten innerhalb des Mesh Netzwerks die gleiche Kennung, den SSID. Sie verbinden das Endgerät automatisch mit dem Knotenpunkt, der den stärksten Empfang zum Router hat. So erhält man unterbrechungsfreien Zugang zum Netzwerk. Man kann beliebig viele Access Points in das Mesh-Netzwerk hinzufügen, um so die Netzabdeckung zu erweitern.

Vorteile eines Mesh Netzwerks

Im drahtlosen Mesh-Netzwerk sind alle Access Points miteinander verbunden und vernetzt, weshalb das Netzwerk bei einem Ausfall eines Access Points nicht zusammenbricht. Die restlichen Router kompensieren den Ausfall der einzelnen Einheit und erhalten das WLAN innerhalb des Netzwerkes aufrecht.

Die Verwaltung des Mesh läuft drahtlos und ist nicht ortsgebunden, was eine besonders einfache und praktische User Experience zur Folge hat. Die Installation ist ebenfalls simpel, da der Mesh-Router oder Access Point an einer beliebigen Stelle platziert und installiert wird. Bei der Konzeption wurde also an alles gedacht.

Mögliche Nachteile

Mesh-Netzwerke mit einem kompatiblen Router sind Hersteller gebunden. Sollte man von einem bestimmten Hersteller einen WLAN-Router besitzen, so sollte man sich von diesem Hersteller auch den Access Point kaufen, da sonst eine Kompatibilität nicht garantiert werden kann. Dies kann auch oft mit höheren Kosten verbunden sein. Also nicht nach Optik entscheiden und einen Router kaufen, nur weil der Hersteller eine schicke Corporate Identity hat, die zu den Vorhängen passen.

Besonders sind die Kosten auch mit dem erhöhten Stromverbrauch verbunden, da natürlich mehrere Access Points auch mehr Energie benötigen.

Einsatzgebiete des Mesh

Das Mesh-Netzwerk ist längst Teil des Alltags eines Jeden geworden. Besonders in großen Städten kann es gefunden werden. Öffentliche Hotspots in der Stadt werden über das Mesh aufrechterhalten und erweitert, sodass Großstädte oft über ein flächendeckendes öffentliches WLAN-Netzwerk verfügen. Ebenfalls findet sich das Mesh in Kaufhäusern oder Einkaufszentren, die ihren Kunden kostenfreies WLAN zur Verfügung stellen.

Universitäten und Schulen bieten mittlerweile oft auch auf dem gesamten Gelände WLAN an. Gleiches gilt für Büros, Industrie- und Lagerhallen.

In der Touristik und der Gastronomie ist das Mesh-Netzwerk schon lange ein Teil des Geschäfts. Hotels, Kreuzfahrtschiffe, Restaurants, Flughäfen und Bahnhöfe bieten in den meisten Fällen WLAN auf dem gesamten Gelände an, welches durch das Mesh-Netzwerk gespeist wird.

Doch auch im Privatbereich ist das Mesh sehr sinnvoll und nützlich, besonders wenn man eine große Wohnung, ein Haus und dazu noch ein Grundstück besitzt, oder sich in der Wohnung dicke Betonwände oder Geräte befinden, die das Signal stören können.

Grob gesagt ist Mesh WLAN eine sinnvolle Wahl, um vielen Netzwerkgeräten ein großflächiges WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen, ohne die Bandbreite zu beschneiden.

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Suhail Ahmad – Individual Solutions & Business Development