Das Metaversum ist eine Verknüpfung aus der realen und den virtuellen Welten. Es handelt sich dabei um einen relativ neuen Begriff, den vornehmlich Online-Spiele geprägt haben. Es ist also ein virtueller Ort, an dem sich reale Menschen begegnen, um dort miteinander zu interagieren. Diese Erweiterung der realen Welt ist darauf ausgelegt, dass die Teilnehmer physisch in die virtuelle Welt eintauchen können.

Die Idee des Metaversums

Die grundlegende Idee hinter dem Metaversum lässt sich in wenigen Worte zusammenfassen: Sie verknüpft die getrennten Services des Internets miteinander zu einer realen Welt. Der Grund dafür ist, dass das Internet in Services unterteil ist. Jeder Service hat seinen eigenen Handlungsraum, der nicht übergreifend genutzt werden kann. Es sind kleine abgeschlossene Einheiten, die parallel zueinander existieren, aber nicht zeitgleich von einer einzelnen Person bedient werden. Wer beispielsweise aktiv in seinem E-Mail Account beschäftigt ist, kann nicht zur selben Zeit ein Spiel auf Steam öffnen.

Metaversum: Woher stammt der Begriff?

Der Begriff Metaversum setzt sich aus den Wörtern „Meta“ und „Universum“ zusammen. Das englische Pendant ist die Bezeichnung Metaverse, die dieselbe Aussage beinhaltet. Es ist ein Kofferwort, das gleichzeitig auf das Werden des Metaversums hinweist. Der Grund dafür: Es handelt sich nicht ausschließlich um Spielewelten, sondern um reale Räume, die über das Internet – etwa in Form eines Webbrowsers – betreten werden können.

Dabei kommen unterschiedliche Entwicklungsansätze zum Tragen, die sich einander iterativ annähern. So soll es künftig möglich sein, sich Informationen über reale Ereignisse innerhalb der Virtual Reality zu holen, um diese in der physischen Umwelt nutzen zu können. Dadurch verschmelzen die physische und die virtuelle Welt scheinbar miteinander.

Das Metaversum funktioniert wie die reale Welt

Die digitale 3D-Welt funktioniert in ihren Grundzügen wie die reale Welt. In Form eines Avatars bewegen sich die Teilnehmer durch das Metaversum hindurch. Einmal eingetreten, können sie sämtliche Services stattfinden lassen, die im realen Leben ebenfalls genutzt werden. Es ist also möglich, Freunde zu treffen, zu arbeiten, Filme anzusehen und Spiele zu spielen. Gleichzeitig ist es im Metaversum möglich, soziale Verantwortung zu übernehmen, sich weiterzubilden oder ein eigenes Business zu eröffnen.

Was kann man im Metaversum machen?

Das Metaverse bietet seinen Akteuren dieselben Möglichkeiten, die sie in der realen Welt haben. Sie können beispielsweise den neusten Netflix-Film besprechen, Ordner teilen oder gemeinsam auf Notizen zugreifen. Der wichtige Aspekt ist die Interaktion mehrerer Teilnehmer innerhalb des virtuellen Raums. Gleichzeitig ist es durchaus denkbar, an realen Ereignissen über die virtuelle Welt hinweg in Echtzeit teilzuhaben. Das macht das Metaversum in vielen Bereichen zu einer wichtigen Grundlage für die persönliche, ortsunabhängige Weiterbildung.

Das Metaverse ist noch in Entwicklung

Die Entwicklung des Metaversums ist noch nicht abgeschlossen. Allerdings interessieren sich die Entwickler bereits seit den 1980er-Jahren für dieses Vorhaben und arbeiten in letzter Zeit verstärkt daran. Die modernen Techniken der Augmented Reality sind eine entscheidende Grundlage für die Weiterentwicklung und besonders erfolgversprechend. Denn: Eine solche AR-Brille ermöglicht die Konvergenz zwischen virtueller und physischer Realität.

Trotzdem ist diese Annäherung nicht ausreichend für die Schaffung des Metaversums. Dafür bedarf es der Verschmelzung der erweiterten Realität mehrerer virtueller Räume und unterschiedlicher Online-Games. Nur dadurch ist es möglich, sich zwischen verschiedenen virtuellen Welten hin und her zu bewegen.

Wichtig ist jedoch: Das Metaversum ist kein finaler Zustand. Es ist in ständiger Bewegung und wird sich auch in Zukunft immer weiterentwickeln. Ein genaues Startdatum für das Metaversum gibt es demnach nicht. Der Begriff wurde in den vergangenen 20 Jahren geprägt und hat sich ständig weiterentwickelt. Bereits 1985 wurden erste Versionen des Metaversums geschaffen.

Welche Beispiele gibt es für das Metaverse?

Das Metaversum ist bereits seit Jahren im Gespräch, wenngleich der Name verhältnismäßig neu ist. Beispielsweise hat das Spiel Habitat schon im Jahre 1985 ein solches Metaversum geschaffen, wenn auch ein schwach vernetztes. Das Buch Ready Player One aus dem Jahr 2011 befasst sich ebenfalls mit dem Thema Metaverse wie die Matrix-Filme. Eine besondere Bekanntheit erlangte die Thematik im Jahr 2020. Der Grund: Spieler konnten in Online-Games virtuelles Land kaufen und sich den Grundbesitz anschließend virtuell übertragen lassen. Es war also die erste Möglichkeit, reale Eigentumsrechte in der virtuellen Welt anzumelden.

Diese zahlreichen Ansätze zeigen, wie lange sich die Menschen mit dieser Idee beschäftigen. Obwohl die tatsächlichen Vorteile noch nicht bekannt sind, lassen sich viele potenzielle Anwendungsfälle bereits jetzt hervorragend ersinnen. Aus diesem Grund wird die Entwicklung stetig vorangetrieben und gefördert. Schließlich soll das Metaversum ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft sein und in zahlreichen Bereichen von Nutzen sein.

Ein denkbares Beispiel für den besonderen Nutzen des Metaversums zeigt sich in der Medizin. Künftig könnten Chirurgen mit einer AR-Brille operieren, um sich zusätzliche Informationen und Patientendaten direkt anzuzeigen. Stößt besagter Chirurg auf ein Problem während der Operation, hätte er die Möglichkeit, Daten aus der Vergangenheit zurate zu ziehen – beispielsweise die Schritte, die ein Kollege durchgeführt hat, um eine ähnliche Herausforderung zu lösen. Selbiges Vorgehen ist selbstverständlich auch in technischen Bereichen denkbar: vom Maschinenbau über die Wartung von Verkehrssystemen bis hin zur Softwareentwicklung.

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Suhail Ahmad – Individual Solutions & Business Development