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Schon seit längerem mischt Augmented Reality (AR) die Marketing-Welt kräftig auf und spätestens seit Pokémon Go ist diese Technologie den meisten bekannt. Doch was macht Werbung mit AR so attraktiv? Wo liegen die Unterschiede zur klassischen Werbung und welche Möglichkeiten gibt es? Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel.

Was ist Augmented Reality?

Augmented Reality bezeichnet die computergestützte Erweiterung der realen, physischen Welt mit Hilfe eines Smartphones, eines Tablets oder einer speziellen Datenbrille. Augmented Reality kann sich auf alle Sinneswahrnehmungen beziehen, häufig wird jedoch aber nur die visuelle Erweiterung der Realität darunter verstanden. Im Gegensatz zur Virtual Reality, tauchen die Nutzer:innen jedoch nicht komplett in die künstliche Welt ab, sondern die vorhandene, physische Umgebung wird durch digitale Elemente erweitert. So entsteht ein Zusammenspiel aus der analogen und der digitalen Welt. Über die Smartphone-Kamera oder die Kamera an der Datenbrille, sieht der/die Nutzer:in die reale Welt, welche durch zusätzliche Informationen in Echtzeit erweitert wird. Dabei können den Nutzer:innen beispielsweise Texte, Bilder, Videos oder Audiodateien direkt über das Display zur Verfügung gestellt werden, die sie bei  ihrer Arbeit unterstützen.

ARCore

Wie macht man Werbung mit AR?

AR revolutioniert die Art und Weise wie wir Shoppen – online und im stationären Handel. Produkte, Marken und auch Dienstleistungen werden durch den Einsatz von AR völlig neu erlebbar. Die Technologie schafft es die Grenzen zwischen analoger und digitaler Werbung verschwimmen zu lassen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für dein Unternehmen AR in der Werbung einzusetzen. Beispielsweise ist es möglich Printprodukte, wie Flyer oder Magazine mit sogenannten Markern zu versehen. Werden diese mit dem Smartphone oder Tablet gescannt, erscheint bspw. das Produkt als 3D-Objekt auf dem Display, welches mit zusätzlichen Informationen versehen ist, bei dem die Eigenschaften geändert werden können, oder es gibt Erklärungen zu dem Produkt. Eine weitere Möglichkeit sind ganze AR-Apps, die man auf dem Smartphone installieren kann oder die sehr beliebten Filter auf Snapchat oder Instagram.

Welche Beispiele gibt es für Werbung mit AR?

Oft ist es bei AR-Werbung so, dass diese gar nicht direkt als Werbung wahrgenommen wird. In unseren Beispielen erfahrt ihr mehr dazu. 

IKEA

Schon seit einiger Zeit bietet IKEA mit der IKEA Place App den Kund:innen die Möglichkeit, Möbelstücke in den eigenen vier Wänden zu platzieren und zu betrachten. Die gewünschte Couch kann so im eigenen Wohnzimmer ausprobiert werden und innerhalb von wenigen Sekunden kann auch die Größe oder Farbe angepasst werden. Der Couchtisch passt jetzt nicht mehr zum Sofa der Wahl? Kein Problem, natürlich lassen sich weitere Möbelstücke ganz leicht hinzufügen. Bei der Anwendung steht für die Nutzer:innen natürlich im Vordergrund, dass die Anwendung praktisch bzw, intuitiv ist um schnell Möbel in der einen Wohnung zu “testen”. IKEA bietet diese App aber nicht nur aus Spaß an, sondern weil die Kund:innen so mit den Möbelstücken von IKEA in Berührung kommen und sich damit beschäftigen. Durch die aufgebaute “Nähe” zum Möbelstück ist es also wahrscheinlicher, dass die Kund:innen dann ihre neue Couch auch bei IKEA kaufen, als bei einem anderen Möbelhaus. 

Kunstkaufhaus

Ein ähnliches Konzept verfolgt die App Kunstkaufhaus. Hier können die Nutzer:innen Kunstwerke an ihre Wände hängen, ohne einen einzigen Nagel in die Wand schlagen zu müssen. Mit der Smartphone-Kamera wird die gewünschte Wand gescannt und anschließend wird das Kunstwerk der Wahl digital an der Wand platziert. Gefällt das ursprünglich gewählte Bild dann doch nicht, kann es einfach gegen ein anderes ausgetauscht werden. Auch hier bekommen die Kund:innen die Möglichkeit, sich sehr genau mit dem Produkt zu beschäftigen, bevor es zur Kaufentscheidung kommt. 

Schmidt + Clemens Gruppe

Um die Funktionsweise des ganz neu entwickelten SCOPE Fusion HTE Rohres zu veranschaulichen, entschied sich auch die Schmidt + Clemens Gruppe für eine AR-Anwendung. Es handelt sich bei dem SCOPE Fusion HTE um ein spezielles Profil-Rohr, welches bekannte Nachteile vermeidet. Um die Funktionsweise verständlich zu zeigen, entwickelte World of VR einen in unterschiedliche Richtungen aufklappbaren Zylinder, der das Rohr in unterschiedlichen Schichten zeigt und den Vorgang im Rohr selber erklärt. Dieser Zylinder dient bei dieser Anwendung als Marker. Scannt man diesen mit dem Smartphone, werden auf dem Display beispielsweise die Temperaturströme gezeigt und deutlich wie sich diese im Rohr verhält. Der Vorteil gegenüber dieser AR-Demonstration gegenüber dem bloßen Zeigen des Rohres liegt nicht nur darin, dass der kleine handliche Zylinder besser zu transportieren ist, sondern auch darin, dass die Prozesse, die im Rohr ablaufen für ein besseres Verständnis visuell dargestellt werden können.

L’Oréal

Der Kosmetikhersteller L’Oréal ermöglicht es Kund:innen mit Virtual Try On einen beachtlichen Teil des Sortimentes in AR zu testen. Von Foundation, über Concealer, Lippenstift und Eyeliner, bis hin zur Haartönung – alles lässt sich in der Web-AR-Anwendung ausprobieren. Dazu kann entweder das live Bild der Kamera verwendet werden, oder ein bereits aufgenommenes Foto wird hochladen und dafür genutzt. Die Anwendung ermöglicht es Lippenstift und andere dekorative Kosmetik, in unterschiedlichen Varianten, auszuprobieren – was normalerweise nicht so ohne Weiteres möglich ist – und die Kund:innen setzen sich auch hier stärker mit dem Produkt auseinander , was zu einer  höheren Kundenzufriedenheit führt. 

Kübler Workwear

Bereits 2019 entschied sich Kübler Workwear auf der A+A Messe für den Einsatz von Virtual und Augmented Reality. Dazu entwickelte World of VR neben einem virtuellen Showroom, den die Besucher:innen mit einer VR-Brille betreten konnten, eine AR-Anwendung für das Smartphone und Tablet. Die Messebesucher:innen konnten sich hier die Arbeitskleidung in einem Magazin ansehen. Das Besondere: Scannt man die Seiten mit dem Smartphone, werden die Kleidungsstücke zum Leben erweckt und erscheinen als anpassbare 3D-Modelle auf dem Display.

Essence

Auch essence ist eine bekannte Kosmetikmarke, die jedoch eine etwas jüngere Zielgruppe adressiert und zum Ausprobieren der Produkte animieren wollte. Daher hat essence sich für einen Snapchat-Filter entschieden, der es Kund:innen ermöglicht, sich auf eine spielerische Art und Weise mit dem Produkt auseinanderzusetzen. Die Snapchat-Nutzer:innen konnten über eine AR-Lens ausgewählte Produkte von Lippenstift bis Lidschatten digital ausprobieren und direkt per Swipe-up im Onlineshop kaufen. 

OVB

Ebenfalls im Jahr 2019 entschied sich der Finanzvertrieb OVB gemeinsam mit World of VR für die Entwicklung einer AR-Anwendung, die in Kombination mit einem Print-Magazin funktionierte. Das Magazin war mit verschiedenen Markern versehen, welche mit Hilfe einer Smartphone App gescannt werden. Auf dem Smartphone Display erscheinen dann Hologramme, Videos oder Bilder, in denen sich die Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter:innen vorstellen oder die die Mitarbeiter:innen und Kund:innen mit zusätzlichen Informationen versorgen. Die AR-Erweiterungen des jährlichen Print-Magazins, kamen so gut an, dass auch 2020 auf AR gesetzt wurde. In diesem Jahr wurden interaktive Infografiken eingesetzt, bei denen Informationen auf dem Display erscheinen.

Chancen und Potentiale von AR in der Werbung

AR bietet viele Vorteile sowohl für die Werbung. Kund:innen können durch AR mit Informationen versorgt werden, Prozesse können veranschaulicht und somit verständlich dargestellt werden. AR spricht die Emotionen der Kund:innen an und durch die bewusste Auseinandersetzung mit einem Produkt oder einer Marke wird nicht nur die Beziehung zwischen den Kund:innen und dem Produkt oder der Marke gestärkt, sondern Kaufentscheidungen werden überlegter und auf einer fundierten Grundlage getroffen. Dadurch ist die Zufriedenheit der Kund:innen nach einem Kauf höher und es gibt somit weniger Retouren und Beschwerden.

Fazit

Obwohl AR-Marketing und Werbung mit AR noch in den Kinderschuhen steckt ist es in vielen Marketingkampagnen bereits ein fester Bestandteil – und die Tendenz ist steigend. Immer mehr Menschen möchten virtuelle oder erweiterte Realitäten erleben.  – AR-Marketing ist das Marketing von morgen, denn es ist durch Smartphone und Tablet mittlerweile für die meisten Menschen zugänglich. Es spricht unsere Emotionen an und Informationen können gut vermittelt werden. Die Digitalexperten von World of VR bringen als Kompetenzträger für Augmented Reality ihr Know-how in die Konzeptionierung und Entwicklung von AR-Anwendungen mit ein, um eine nachhaltige AR-Erfahrung zu schaffen, die in den Köpfen der Zielgruppe bleibt. Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Gespräch.

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Suhail Ahmad

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Suhail Ahmad – Individual Solutions & Business Development